Kennen Sie die Garagen- und Stellplatzverordnung – GaStellV?

Neben der regelmäßigen Tiefgaragensanierung München zur Instandhaltung des Bauwerks gibt es bestimmte Betriebsvorschriften, die Tiefgaragen- und Garagenbesitzer neben den Bauvorschriften unbedingt einhalten müssen. Damit auch Sie über Ihre Pflichten als Besitzer einer öffentlichen Garage informiert sind, möchten wir Ihnen die folgenden Regelungen nahelegen, welche jedoch nur einen Teil der Garagen- und Stellplatzverordnung (GaStellV) darstellen. Ihre SÜD HANSA GmbH & Co. KG ist selbstverständlich für Fragen dazu erreichbar.

1. Zu- und Abfahrten laut Stellplatzverordnung

Wenn Sie eine öffentliche Garage betreiben, sind Sie dazu verpflichtet, die Zu- und Abfahrten bis zur öffentlichen Verkehrsfläche jederzeit verkehrssicher und frei zu halten. Im Winter gilt das vor allem bei Glätte durch Eis und Schnee. Sorgen Sie immer für eine freigeschaufelte Ein- sowie Ausfahrt und ersparen Sie sich dadurch Unfälle durch Glatteis und Schneemengen und somit Strafen da Sie die Garagen- und Stellplatzverordnung nicht eingehalten haben.

2. Beleuchtung

Die Beleuchtung in Tiefgaragen ist, wie aus Horrorfilmen und Krimis bekannt, oft sehr dezent gehalten. Bieten Sie Ihren Kunden das sichere und angenehme Parken in Ihrer Tiefgarage, welche mit einer Beleuchtungsstärke von mindestens 20 Lux beleuchtet werden muss. Das gilt laut Stellplatzverordnung für Mittel- und Großgaragen und für elektrische Beleuchtungen während der Nutzungszeit. Zur Betriebszeit ist die Beleuchtung von mindestens 1 Lux verpflichtend, sollte kein Tageslicht zur Beleuchtung beitragen.

3. Lüftung

Tiefgaragen brauchen laut Stellplatzverordnung unbedingt genügend Luftzufuhr, denn durch die Abgase der Autos kann der Aufenthalt für den Menschen sonst schnell gefährlich werden. Lüftungsöffnungen und –schächte sind immer offen zu halten und es darf kein Gerät oder ähnliches vor dieser Öffnung stehen. Die Anlagen zur Lüftung und CO-Warnung müssen jederzeit in Betrieb sein und ständig gewartet werden. Der CO-Halbstundenmittelwert darf also die Grenze von 100 ppm nicht überschreiten.

4. Die Stellplatzverordnung – Brennbare Stoffe

Dass Autobenzin hochentzündlich ist, ist wohl bekannt. Deshalb ist das Rauchen in Tiefgaragen oder an Tankstellen auch gefährlich. Haben Sie jedoch immer einen Reservekanister an Benzin oder Diesel in Ihrem Auto, so müssen Sie die ausgehängten Vorschriften zur Wahrung der Sicherheit beachten. Diese besagen für Mittel- und Großgaragen eine Aufbewahrung von Benzin / Diesel nur in unerheblichen Mengen. In kleinen Garagen gilt die Lagerung von unter 200 Litern Dieselkraftstoff und maximal 20 Litern Benzin. Diese Flüssigkeiten, welche sich als hochentzündlich erweisen, müssen jedoch in verschlossenen und bruchsicheren Gefäßen transportiert werden.

5. Stellplätze – Stellplatzverordnung

Beim Bau einer öffentlichen Garage müssen gewisse Informationen zu den Stellplätzen in den Bauvorlagen festgelegt werden. Die Zahl und Kennzeichnung der Parkplätze sowie ihre Größe und jene der Fahrgassen sind in den Bauvorlagen vermerkt.

Das steht in den Bauvorlagen

Neben den Stellplätzen sind des Weiteren Rettungswege, deren Größe und Zahl sowie deren Kennzeichnung anzumerken. Brandmelde- und Feuerlöschanlagen sind in den Bauvorlagen fest verankert und auch der Rauch- und Wärmeabzug inklusive CO-Warnanlagen sind ein Bestandteil des Plans. Dass die natürliche Lüftung und deren Anlagen beim Bau einer Garage Pflicht sind, ist ebenfalls von Anfang an in der Planung verankert. Zu guter Letzt wird die Sicherheitsbeleuchtung in der Bauvorlage vermerkt.

Damit Sie umfassend über Ihre Rechte und Pflichten bezüglich dem Bau einer öffentlichen Tiefgarage und deren Betrieb informiert sind, empfehlen wir Ihnen die Beratung eines Profis der Garagen- und Stellplatzverordnung!

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